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eurodoc 2010 March 11-15 Vienna
Presse / Positionen
Stellungnahme von doktorat.at im Kontext der Studierendenproteste
Geschrieben von Wolfgang Eppenschwandtner   
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Die laufende Protestbewegung der Studierenden hat die Universitätspolitik wieder wachgerufen und Problemfelder aufgezeigt. Aus diesem Anlass halten wir fest:

Gerade für die Forschung ist es wichtig, dass Universitäten nicht nur als Stätten der Ausbildung in Richtung eines engen Berufsprofils begriffen werden. Innovation im Sinne von "großen Sprüngen" kann nur aus einer kreativen Atmosphäre mit wissenschaftlichen Freiräumen kommen. Studierende müssen auch mit alternativen Zugängen konfrontiert werden. Daher muss den von kurzfristigen Partikularinteressen getriebenen Tendenzen der Verschulung und einer falschen Interpretation des Bologna-Prozesses entgegengewirkt werden.

Eine partizipative, demokratische Universität ist wichtig im Sinne einer besseren Organisation der Universitäten. Warum gerade bei der Entwicklung der internen Organisation der Universitäten auf Expertise und Feedback der Studierenden und MitarbeiterInnen (und besonders der NachwuchsforscherInnen) verzichten, wo sie doch die Entwicklungen und Abläufe aus der direkten Erfahrung besser kennen als einzelne Leitungsträger oder gar Universitätsräte?

Angemessene und transparente Finanzierung der Universitäten muss vorrangiges Ziel werden. Gerade in der Doktoratsphase sind Studiengebühren sachlich nicht nachvollziehbar; die derzeitige Regelung führt nur zu Verwaltungsaufwand. doktorat.at hat sich immer gegen die Präkarisierung der Forschung eingesetzt. Kurzzeitverträge, fehlende Karriereperspektiven, Teilzeitabgeltung für Vollzeitjobs sind unschöne Realität. Bedenklich finden wir, dass diese Tendenzen gerade an öffentlichen Einrichtungen immer mehr zur Praxis werden. Deklarationen wie die Europäische Charter für Forscher, zu der sich auch Österreich bekennt, dürfen nicht nur gedrucktes Papier und leere Worte bleiben - dabei geht es um die Zukunftsausrichtung und Attraktivität der Forschung in Österreich.

Wir empfehlen daher der neuen Wissenschaftsministerin bzw. dem neuen Wissenschaftsminister, das Engagement der Studierenden als Chance zu begreifen und zum Anlass zu nehmen einen Reflektionsprozess in der Universitätspolitik einzuleiten. Wir sind bereit dazu.

 
UG Novelle 2009 - Fortschritt nicht erkennbar
Geschrieben von doktorat.at   
Donnerstag, 2. Juli 2009

Nach monatelangen Geheimverhandlungen ist er da – der Regierungsentwurf für eine Änderung des Universitätsgesetzes.
Das Gesprächsangebot von doktorat.at als Interessensvertretung der DoktorandInnen und JungwissenschafterInnen wurde unverständlicherweise nicht angenommen.

Demgemäß sieht leider auch das Ergebnis aus: Bei Vielem können wir keine Verbesserung erkennen, sondern unnötige Einschränkungen (etwa Zulassungsbeschränkungen) oder Verwässerung (z.B. weniger internationale GutachterInnen bei Kommissionen), anderes kommt ohne Plan aus dem Nichts (z.B.: PhD ohne Master), während von vielen Seiten geforderte Maßnahmen ausblieben (mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten und Feedbackstrukturen für wissenschaftliche MitarbeiterInnen, Stärkung der frühen wissenschaftlichen Unabhängigkeit von post-docs, Überdenken der Habilitation); positive Ansätze zu Verbesserungen (etwa bei Stellenausschreibungen) gehen in diesem allgemeinen Trend leider unter.

doktorat.at wird sich weiterhin konstruktiv-kritisch äußern und Vorschläge einbringen – mit der Hoffnung auf mehr Resonanz von Seiten der Politik.

 
Österreichs Ausstieg bei CERN - wie war das noch mal mit der europäischen Forschungspolitik?
Geschrieben von doktorat.at   
Montag, 11. Mai 2009

Das CERN ist ein Vorzeigeprojekt internationaler Forschungskooperation. Nun will Österreich (d.h. das Ministerium für Forschung und Wissenschaft) als einziges Land ganz unvermittelt aussteigen. Im CERN sind und waren viele österreichische NachwuchsforscherInnen tätig - die Investition ist keine Einbahnstraße, die Wichtigkeit von CERN für Österreich hat Minister Hahn noch letztes Jahr selbst hervorgehoben ...

Auf http://sos.teilchen.at/ gibt es die Möglichkeit, aktiv zu werden.

 
Warum Zugangsbedingungen für PhD der falsche Weg sind.
Geschrieben von ÖH Doktorat   
Freitag, 13. Juni 2008
Der derzeitige Entwurf einer Novelle zum Universitätsgesetz enthält auch „qualitative Zugangsbedingungen für PhD-StudentInnen“ und „Freigabe [nach oben] der Studiengebühren für Nicht-ÖsterreicherInnen“, wie man Medienberichten entnehmen kann. Wir meinen: Dieser Entwurf geht den falschen Weg.

Zugangsbeschränkungen sind eine vermeintlich einfache Lösung für ein komplexes strukturelles Problem.
Mehr …
 
Interview derstandard.at
Geschrieben von StV Dr. phil. Uni Wien   
Freitag, 1. Feber 2008
derStandard.at veröffentlicht heute ein Interview mit Michael Wissgott von doktorat.at. Nachzulesen entweder direkt dort, in unserem Pressespiegel als PDF oder im erweiterten Eintrag.
Mehr …
 





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