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Geschrieben von ÖH Doktorat
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Dienstag, 20. September 2005 |
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PhD, Abkürzung für Doctor of Philosophy, ist unter anderem der Standardabschluss für ein Forschungsdoktorat im amerikanischen und britischen Studiensystemen, die unterschiedliche Varianten und Gewichtungen zwischen Coursework und Dissertation kennen. In Europa und Österreich hat diese Abkürzung mehrere Bedeutungen: - PhD als Doktoratsabschluss in Österreich - NEU nach Juni 2006
Im Sinne des Bergen Communiques - Bologna Prozesses ist für das Doktorat in Österreich nunmehr eine "üblichen Arbeitsbelastung" von 3 Jahren vorgesehen. Programme mit mindestens 3 Jahren können gemäß UG 2002 optional auch als "Doctor of Philosophy"-Doktoratsstudien bezeichnet werden, und mit dem Titel PhD abschließen. ECTS-Punkte sind sowohl für PhD als auch für Doktoratsstudium gesetzlich nicht mehr vorgesehen.
Wichtig! Insbesondere bedeutet PhD in Österreich NICHT notwendigerweise, dass ein höherer Anteil Lehrveranstaltungen vorgeschrieben sein soll.
Siehe auch:Studienplan Doktorat, Angebot: Vorträge, Workshops zum Themengebiet Doktorat und NachwuchsforscherInnen.
- PhD als Doktoratsabschluss in Österreich - VOR dem Juni 2006: Mit dem Universitätsgesetz 2002 (UG 02) wurde in Österreich die Unterscheidung zwischen Doktorat (ab 120 ECTS) und PhD (ab 240 ECTS) eingeführt. In den Erläuterungen zum Gesetz war auch beispielsaft von einer Teilung zwischen einem curricularem Anteil ("intensives Präsenzsstudium") und darauf aufbauend einem Forschungsabschnitt die Rede.
Diese Regelung wurde von vielen Seiten als Schnellschuss des Gesetzgebers bezeichnet, da damit ungerechtfertigterweise das "normale" Doktorat abgewertet wurde, und da ECTS kein passendes Mittel zur Bewertung von Forschungsleistung darstellt. Letztlich wurde diese Möglichkeit der Einführung von 4-jährigen PhD-Programmen auf Basis von 240 ECTS auch von den meisten Universitäten negiert und lediglich in drei Fällen angewandt; wir haben mehrfach auf einen Änderungsbedarf hingewiesen. Nunmehr (mit der Novelle des UG 2002 von Juni 2006) ist diese gesetzliche Regelung Geschichte.
- PhD als Übersetzung bzw. Synonym für das Doktorat. Die österreichische Universitätenkonferenz empfiehlt im ingenieurwissenschaftlichen Bereich bzw. bei technischen Universitäten bei konventionellen österreichischen Doktoratsabschlüssen (Doktor/in der technischen Wissenschaften, aber auch Dr. rer.nat, Dr. rer.soc.oec.): "Die einheitliche englische Übersetzung [..] soll PhD lauten". (Empfehlungen akademische Grade für Ingenieur/innen, Feb 2007). Dies entspricht einer sehr weit verbreiteten Sichtweise insbesondere in naturwissenschaftlich-technischen Fächern: Von einer outcome-basierten Sichtweise aus nie ein Unterschied zwischen Doktorat und PhD gesehen. PhD student (oder besser: PhD candidate) ist eine gängige Eigenübersetzung von DoktoratsstudentIn, die nunmehr auch ihre offizielle Rechtfertigung hat. In vielen anderen europäischen Ländern wird der jeweilige Doktoratsabschluss, so unterschiedlich die Systeme auch sein mögen, auch von Universitäten und Ministerien mit PhD übersetzt.
- PhD als Doktorat mit höherem Anteil an Lehrveranstaltungen und einer starken institutionelle Verankerung. Insbesondere amerikanische Doktoratsprogramme beinhalten oft Kurse, die in Österreich bereits Bestandteil des Magisterstudiums sind; im amerikanischen System kann man teilweise schon mit einem Bacholor-Abschluss das Doktorat beginnen. Diese Systemunterschiede werden oft nicht gesehen, und so ist die Diskussion um die Einführung von PhD Programmen fast immer mit einer Diskussion um den Ausbau eines curricularen Anteils im Doktorat verbunden.
- PhD als Forschungsdoktorat in Abgrenzung zu anderen Abschlüssen, die zum Titel Doktor/in führen. Da das Doktorat in einigen Fachbereichen in Österreich immer noch von der Qualität her im Durchschnitt eher eine zweite, etwas verlängerte Diplomarbeit ist, hat sich die Bezeichnung PhD für ein Doktorat etabliert, das im Normalfall, je nach Publikationskultur in dem Fachbereich, zu einem oder mehreren Artikeln in referierten wissenschaftlichen Zeitschriften und/oder einer abschließenden Monografie führt. Auch ist der Begriff "PhD" bisweilen auch zur Abgrenzung zu einem so genannten "professional doctorates" in Diskussion. In Großbritannien sind "professional doctorates" spezielle Doktoratsprogramme, die für Leute geschaffen sind, die mitten im Beruf (außerhalb der Forschung / Universität) stehen und aus ihrer Berufserfahrung heraus forschend tätig sein wollen.
Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/PhD Doktorat ist Forschung, nicht intensives Präsenzstudium Die Presse: Was ist ein PhD
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