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Geschrieben von afritsch
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Sonntag, 29. August 2010 |
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Im Frühjahr dieses Jahres starte das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) die Initiative „Papawochen“, die seither auch in ganzseitigen Inseraten beworben wird.
Dabei bieten zwei außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (Austrian Institute of Technology, Joanneum Research) Vätern von Neugeborenen an, bis zu zwei Wochen bezahlten Sonderurlaub zu nehmen. Geregelt ist dies in Form einer Betriebsvereinbarung. Das BMVIT möchte damit die Hemmschwelle für Väter senken, Karenz in Anspruch zu nehmen. Doktorat.at begrüßt diese Initiative, empfiehlt aber gleichzeitig die Ausdehnung auf die Universitäten, wo bei weitem die meisten NachwuchsforscherInnnen beschäftigt sind. Das BMWF wäre hier gefordert, dem Vorbild des BMVIT zu folgen. Für NachwuchsforscherInnen im akademischen Bereich schaut die Vereinbarkeit von Beruf und Familie meist düster aus: Nicht nur, dass manche statt einem Arbeitsvertrag nur ein Stipendium ohne soziale Absicherung bekommen, machen befristete Verträge und Druck vom Arbeitgeber Karenz fast unmöglich. Bei ProjektmitarbeiterInnen mit befristeten Verträgen hat die Karenz zudem keine aufschiebende Wirkung, sodass sich manche(r) nach Ablauf der Karenzzeit ohne Job wiederfindet. |